21.Spieltag LL: SC 04 Schwabach - Vorwärts Röslau 3:1
COURAGIERTER AUFTRITT OHNE ERTRAG
Der FC Vorwärts Röslau muss in der Fußball-Landesliga-Nordost einmal mehr ohne Punkte im Gepäck die Heimreise von einem Auswärtsspiel antreten. Das 1:3 (0:2) aus Röslauer Sicht beim SC 04 Schwabach ist die neunte Niederlage im zehnten Spiel in der Fremde.
Auch die Auswärtsaufgabe in Schwabach war - wie bislang schon so viele Partien - bezeichnend für den bisherigen Saisonverlauf: der Tabellenletzte bringt trotz großer Personalsorgen eine ordentliche Leistung auf den Platz, macht aber ein, zwei entscheidende Fehler und muss mit anhaltender Ernüchterung feststellen, dass ihm einfach das nötige Spielglück fehlt. So präsentiert sich die Vorwärtself defensiv stabil und lässt aus dem Spiel heraus wenig zu. Dennoch stand es zur Pause 2:0 für die Gastgeber.
Nach einer Viertelstunde setzte Winkler einen Freistoß zunächst in die Röslauer Mauer, der Ball prallte zurück zum Schwabacher Spieler, der per satter Volleyabnahme die Maschen zappeln ließ. Der zweite Treffer gelang den Hausherren vom Punkt - zu Unrecht findet Sportlicher Leiter Hermann Wendel, der Trainer Rüdiger Fuhrmann krankheitsbedingt erneut an der Seitenlinie vertrat: "Der Ball, und damit einhergehend auch eine vermeintliche Torchance, war schon weg, als es zum Kontakt zwischen Felix Schmidt und seinem Gegenspieler kam.". Herger schickte Karnitzschky in die falsche Ecke und verwandelte sicher (38.). Kurz vor der Pause brachte Tobias Benker in aussichtsreicher Position einen Freistoß auf das Tor der 04er, deren Torhüter Zierock mit einer starken Parade den Anschluss verhinderte.
Dieser gelang sieben Minuten nach dem Seitenwechsel. Diesmal gab es Elfmeter für den FC Vorwärts, nachdem Schmidt nach Hereingabe von Ruckdäschel im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht wurde. Rupprecht trat an und verwandelte ebenso sicher, wie Herger auf der Gegenseite. Die Hoffnung auf einen Punktgewinn war also wieder da. Denn der Röslauer Defensivverbund hielt gegen spielstarke Mittelfranken, die optisch überlegen waren, weiter stand, während man vorne auf Konter lauerte.
In der 66. Minute unterlief jedoch einer der eingangs erwähnten folgenschweren Fehler. Rupprecht missglückte ein Freistoß aus der eigenen Hälfte, der als Diagonalball gedacht war. Papp fing die Kugel im Mittelfeld ab und spielte einen feinen Außenristpass zu Winkler, der nach Innen zog, Rupprecht aussteigen ließ und mit Übersicht ins lange Eck traf. Damit die Partie nahezu entschieden. Röslau kam in der 80. Minute zwar nochmal zu einer hochkarätigen Chance durch einen Benker-Freistoß, den Zierock allerdings erneut stark abwehrte und damit auch ein mögliches Aufbäumen der Gäste in der Schlussphase verhinderte.
"Ich kann der Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Wir haben es insgesamt ordentlich gemacht, aber drei Gegentore sind, wenn auch unglücklich in der Entstehung, unterm Strich einfach zu viel um am Ende was mitnehmen zu können.", bringt Wendel den Abend aus Röslauer Sicht auf den Punkt und blickt voraus: "Die nächsten beiden Heimspiele werden extrem wichtig. Da müssen wir punkten."
FC Vorwärts: Karnitzschky - T. Tröger, Krassa, S. Knoblauch, Thoma, Rupprecht, Benker (84. Lassan), Lichtblau (26. Ruckdäschel), Ponader, Schmidt, Lang
Tore: 1:0 Winkler (16.), 2:0 Herger (38./FE), 2:1 Rupprecht (52./FE), 3:1 Winkler (66.)
Gelb-Rote-Karte: Krassa (90.+2/Röslau)
Zuschauer: 200 | Schiedsrichter: Noah Parusel (SV Etzenricht)
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