Toto-Pokal 1.Runde: Vorwärts Röslau - FC Eintracht Bamberg 0:3
POKAL-AUS, DAS MUT MACHT
Für die Überraschung hat es nicht gereicht. Dennoch macht der FC Vorwärts Röslau dem Regionalliga-Absteiger FC Eintracht Bamberg das Leben schwer und hält die Partie, die am Ende mit 0:3 (0:1) verloren geht, lange offen. Vor allem die kämpferische und beherzte Leistung macht Mut für die kommenden Aufgaben in der Landesliga Nordost.
Erwartungsgemäß kontrollierte der Vorjahres-Halbfinalist die Begegnung über weite Strecken und drückte früh auf das Röslauer Tor, biss sich an der gut organisierten Vorwärts-Defensive aber zunächst die Zähne aus. Ein Kopfball nach zwölf Minuten sorgte für die erste Torannäherung. Auch die Heimelf meldete sich nun an, Spirek justierte zu hoch. Im Gegenzug musste sich Schlussmann Stumpf vor Pfahlmann auftürmen und den Abschluss des Bambergers mit der Brust entschärfen (21.). Nach der Trinkpause bot sich dem Kreispokalsieger eine dicke Doppelchance, doch Lichtblau scheiterte an Olschewski, ebenso Lang, der jedoch im Abseits stand. Eine Volleyabnahme von Auer, die haarscharf ihr Ziel verpasste, später war es dann doch geschehen und der Favorit ging durch einen platzierten Abschluss von Schildbach in Führung (38.). Vorausgegangen war ein kapitaler Abspielfehler im Mittelfeld von Kevin Krassa.
In Durchgang zwei tat sich 20, 25 Minuten recht wenig, was dem Außenseiter in die Karten spielte, fehlte doch lediglich ein Treffer für einen möglichen Elfmeterkrimi. Ehe sich jener Gedanke bei den Röslauer Fans ausprägen konnte, sorgten die Domreiter eine Viertelstunde vor Schluss für die Vorentscheidung. Nach einem abgefangenen Diagonalball von Rupprecht ging es schnell: Ljevsic drang in den Strafraum ein und scheiterte vorerst am mittlerweile zwischen den Pfosten stehenden Philip Teufel; den Nachschuss musste Pfahlmann alleinstehend dann nur noch über die Linie drücken. Der Bayernligist verwaltete den Vorsprung nun souverän, mehr als eine Halbchance war für Röslau nicht mehr drin. 120 Sekunden vor Ablauf der Zeit verwertete der FCE eine Ecke zum 3:0-Endstand - nach Kopfballverlängerung von Strasser vollstreckte David Lang am zweiten Pfosten.
Nach der Partie zeigten sich beide Coaches zufrieden: „Wir haben die erste Hürde genommen. Mit einem früheren zweiten Tor hätten wir es uns insgesamt etwas einfacher machen können. Solche Spiele können immer gefährlich werden, aber wir waren fleißig und haben die Aufgabe souverän gelöst.“, resümiert Jan Gernlein die Begegnung.
Tobias Benker, in Vertretung für den verhinderten Rüdiger Fuhrmann, sah „eine deutliche Verbesserung“ im Vergleich zum Ligaauftakt in Burgebrach. „Wir waren vor allem im Spiel gegen den Ball energischer und aggressiver. Klar ist es dann ärgerlich, dass die beiden entscheidenden Tore nach vermeidbaren Fehlern passiert sind, aber wir nehmen heute definitiv das Positive mit.“
FC Vorwärts Röslau: Stumpf (46. Teufel) – Fuchs (46. Tröger), Krassa, Knoblauch, Rupprecht, Lichtblau (85. Achatz), Hoffmann (58. Lassan), Ponader, Schmidt, Spirek, K. Lang (85. Ceylen)
FC Eintracht Bamberg: Olschewski – Hartwig, Schmitt (79. Burger), Valdez (66. Keil), Zeitler, Rech, Schneider (62. Ljevsic), Auer (62. Reischmann), Pfahlmann, Schildbach (46. Strasser), D. Lang
Tore: 0:1 Schildbach (38.), 0:2 Pfahlmann (78.), 0:3 D. Lang (88.)
Zuschauer: 200 | Schiedsrichter: Kevin Rösch (SF Laubendorf)
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