11.Spieltag LL: Vorwärts Röslau - SV Unterreichenbach 4:2
ENDLICH - DER ERSTE SIEG!
Im elften Spiel hat es endlich geklappt, der Bann ist gebrochen: Der FC Vorwärts besiegt den SV Untereichenbach 4:2 und feiert damit den ersten Saisonsieg. Mit einer wahren Energieleistung - davon eine halbe Stunde in Unterzahl - hat der FC Vorwärts Röslau seine Horrorserie von zehn Spielen ohne Sieg beendet. Gegen die "Urus" aus dem Schwabacher Stadtteil Unterreichenbach zeigte das Team von Trainer Rüdiger Fuhrmann seine bislang beste Saisonleistung und die richtige Reaktion auf die 0:7-Schmach von Erlangen-Bruck.
Von der ersten Minute an merkten die Zuschauer, dass sich die Vorwärts-Elf diesmal viel vorgenommen hatte. Kaum hatte sich der Uhrzeiger einmal gedreht, lenkte Gästekeeper Luis Brißke einen 18-Meter-Knaller von Miroslav Spirek mit den Fingerspitzen noch ans Lattenkreuz. Nur zwei Minuten später warf sich Brißke in einen Schuss aus kurzer Distanz von Felix Schmidt. Das waren nach 180 Sekunden schon zwei Großchancen.
Und Röslau war weiter dominant. In der 18. Minute überlupfte Korbinian Lang den etwas zu weit vor dem Tor stehenden Keeper zum 1:0. Aus der gleichen Position hätte Lang nur zwei Minuten später das 2:0 machen können. Wieder stand der Unterreichenbacher Schlussmann zu weit vor dem Kasten. Doch diesmal entschied sich Lang nicht für einen Heber, sondern für eine Flanke in den Fünf-Meter-Raum. Die Gäste schlugen zurück: Als die Platzherren nicht entschlossen genug zu Werke gingen, zirkelte Lukas Pöperny den Ball fast von der Eckfahne zum Ausgleich ins Tor.
Völlig überrascht waren Freund und Feind, als der Schiedsrichter nach einem Röslauer Eckball plötzlich auf dem Elfmeterpunkt zeigte. Joshua Kurz soll Kevin Krassa am Trikot festgehalten haben. Miroslav Spirek ließ sich das Geschenk nicht entgehen und verwandelte sicher. Und die Heimelf legte in Person von Kapitän Tobias Benker mit einem fulminanten Schuss aus 14 Metern nach. Mit zwei Toren hatte Röslau in dieser Saison noch nicht geführt. Die Freude darüber währte allerdings nicht lange: Mit ihrem zweiten Angriff in der ersten Halbzeit gelang Unterreichenbach kurz vor dem Halbzeitpfiff prompt der Anschlusstreffer: Nach einer hohen Flanke in den Strafraum drückte Armin Danninger das Leder mit dem Kopf in die Maschen.
In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kochten die Emotionen nochmals hoch: Lukas Pöperny säbelte an der Mittellinie ohne Ball von hinten Sebastian Knoblauch um. Zum Entsetzen der Röslauer Spieler und Fans schickte der immer mehr den Faden verlierende Schiedsrichter den Unterreichenbacher nur mit einer Zehn-Minuten-Zeitstrafe vom Feld. Hier hätte es nur eine Entscheidung geben dürfen: Rot! Knoblauch konnte mit Verdacht auf Bänderriss nicht mehr weiterspielen.
Nach der Pause warfen die Gäste nochmal alles nach vorne, Röslau beschränkte sich aufs Kontern. In die Karten spielte den Mittelfranken, dass der Schiedsrichter in der 63. Minute Felix Schmidt mit der Ampelkarte zum Duschen schickte. Eine weitere Fehlentscheidung, da Schmidt mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen worden war. Nun war es ein Spiel auf ein Tor, doch der Ausgleich wollte den "Urus" nicht gelingen. Röslau machte die Räume geschickt eng, verteidigte mit Mann und Maus. Und bei einem Konter in der 84. Minute machte Korbinian Lang alles klar - bei den Röslauern gab es nach diesem Treffer kein Halten mehr - der erste Sieg war unter Dach und Fach.
Die Erleichterung war auch Rüdiger Fuhrmann nach dem Abpfiff ins Gesicht geschrieben. "Das war heute über die ganze Distanz kämpferisch eine ausgezeichnete Leistung, spielerisch haben wir auch in der ersten Halbzeit voll überzeugt." Er, Fuhrmann, habe lange überlegt, ob er Korbinian Lang nach seiner Verletzung von Anfang an bringen sollte. "Ich denke, das war heute der entscheidende Zug", freute sich der Oberpfälzer über die zwei Tore seines Stürmers. Untereichenbachs Trainer Michael Scherbel erkannte den Sieg der Röslauer neidlos an. "Wir haben uns heute durch eine schwache Abwehrleistung selbst in die Bredouille gebracht", war Scherbel mit dem Auftritt seiner Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit überhaupt nicht zufrieden. Der Elfmeter war seiner Meinung nach äußerst fragwürdig. "Und durch die vielen Unterbrechungen in der zweiten Halbzeit konnten wir nicht mehr so viel Druck aufbauen." Scherbels Fazit: "Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht, Röslau nicht."
FC Vorwärts: Stumpf - S. Knoblauch (46. Achatz/60. Thoma), Krassa, Rupprecht, Fuchs, T. Tröger, Benker, Schmidt, Ponader, Spirek (79. Lassan), Lang (89. Ruckdäschel)
Tore: 1:0 Lang (18.), 1:1 Pöperny (23.), 2:1 Spirek (32./FE), 3:1 Benker (35.), 3:2 Danninger (45.), 4:2 Lang (84.)
Zeitstrafe: Pöperny (SVU/45+2) | Gelb-Rote Karte: Schmidt (VWR/63.)
Zuschauer: 140 | Schiedsrichter: Luca Fritsch (SpVgg Diepersdorf)
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