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15.Spieltag LL: Vorwärts Röslau - SV Buckenhofen 2:1

KARNITZSCHKY HÄLT, LANG UND PONADER TREFFEN - HEIMSIEG!

 

Es war zweifelsohne die Schlüsselszene des Spiels, als Röslaus Torhüter-Oldie Matthias „Uschi“ Karnitzschky in der 64. Minute beim Stand von 1:1 einen durchaus platziert geschossenen Elfmeter des Gefoulten Muiz Alli entschärfte. Der 42-jährige reaktivierte Keeper machte damit seinem Ruf als Elfmeter-Killer alle Ehre. Mehr noch: Er hielt Röslau in einer Phase, in der die Partie in Richtung der Gäste zu kippen drohte, im Spiel. Ob der Elfmeterpfiff überhaupt berechtigt war, darüber wurde auch nach dem Schlusspfiff noch heiß diskutiert. Aus Röslauer Sicht hatte Felix Schmidt klar den Ball gespielt, bevor der Buckenhofener Mittelstürmer Alli zu Fall kam. Der ansonsten sehr gut leitende unterfränkische Schiedsrichter aber zeigte sofort auf den Punkt. „Diesen Elfmeter müssen wir versenken, dann hätten wir das Spiel auch gewonnen“, trauerte Gästetrainer Markus Fischer dieser Großchance nach. So musste er den Sieg der Röslauer neidlos anerkennen. „Es war heute ein schwacher Auftritt von uns, wir haben keine zweiten Bälle gewonnen und keinen richtigen Zug zum Tor entwickelt“, war Fischer mit dem Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden.

 

Ganz anders die Gefühlslage von Röslaus Trainer Rüdiger Fuhrmann, der seine Jungs für diesen Auftritt über den grünen Klee lobte. Es war die erhoffte Reaktion nach der 1:7-Klatsche in Ammerthal. „Heute hat jeder von der ersten Minute an für den anderen gekämpft“, machte der Oberpfälzer der gesamten Mannschaft ein großes Kompliment und fügte im gleichen Atemzug hinzu: „So muss es auch sein, anders können wir in dieser hammerharten Landesliga nicht bestehen.“

Obwohl die Platzherren weiter mit erheblichen Personalproblemen zu kämpfen hatten, boten sie von Anpfiff weg eine couragierte Leistung. Bis jetzt war es ja meist immer so, dass sich die Vorwärts-Elf in der Anfangsphase gleich einen Treffer einfing. Diesmal drehte sie den Spieß um. Herrlich von Matthias Dadder in Szene gesetzt, zirkelte Korbinian Lag schon in der dritten Minute aus etwa 17 Metern den Ball in die Maschen. Nur drei Minuten später hätte es eigentlich schon 2:0 stehen müssen. Diesmal scheiterte Dadder selbst mit einem platzierten Schuss an Torhüter Thomas Schuberth. Zuvor hatte schon Joel Lassan freie Schussbahn. In den ersten 25 Minuten war es mehr oder weniger ein Spiel auf ein Tor – auf das der Gäste. Doch die Röslauer konnten aus ihrer Überlegenheit kein zweites Mal Kapital schlagen. Und das rächte sich: Mit einem fulminanten Schuss aus gut 25 Metern flach neben den Pfosten gelang Henrik Schwinn nach 35 Minuten der zu diesem Zeitpunkt überraschende Ausgleich. Ein Tor aus dem Nichts.

 

Von nun an war Buckenhofen richtig im Spiel, es war jetzt ein offener Schlagabtausch. Der sollte sich nach dem Seitenwechsel fortsetzen. Die Gäste drängten nun vehement auf die Führung, und hatten per Foulelfmeter auch die große Chance zum 2:1, die, wie bereits erwähnt, „Uschi“ Karnitzschky eindrucksvoll vereitelte. Auch danach hatte die Röslauer Abwehr phasenweise Schwerstarbeit zu verrichten. Mit einem Konter wie aus dem Lehrbuch meldete sich die Fuhrmann-Elf zurück. Sebastian Knoblauch ging auf der rechten Seite auf und davon. Seine präzise Hereingabe verwertete Julian Ponader zum vielumjubelnden 2:1 (76.). Von diesem Rückschlag erholten sich die Gäste nicht mehr, im Gegenteil: Röslau hatte in der 84. Minute in Person von Korbinian Lang sogar noch eine Großchance zum 3:1.

 

Mit diesem alles in allem verdienten zweiten Saisonsieg ist bei der Fuhrmann-Elf die Hoffnung auf den Klassenerhalt zurückgekehrt. Einzelne Spieler nach dieser starken Mannschaftsleistung hervorzuheben, ist sicher nicht angebracht. Dennoch: Nach dem Abpfiff war neben Torhüter Karnitzschky vor allem Julian Ponader der gefeiert Held. Der 25-jährige Ex-Tröstauer, der zuletzt in ein Formtief gefallen war, zeigte sein mit Abstand bestes Saisonspiel und krönte seinen bärenstarken Auftritt mit dem Siegtreffer.

 

FC Vorwärts Röslau: Karnitzschky - S. Knoblauch, Rupprecht, T. Tröger, Thoma (77. Ruckdäschel), Benker, Schmidt, Ponader, Lassan (69. Spirek),  Dadder (80. Oliinyk/90.+1 Himsel), Lang

SV Buckenhofen: Schuberth - Zink (45. Flasdchka), T. Eisgrub, Alli, Friedhelm, Barazal, Gebhard (87. Korff), Ludwig (64. Strohmer), L. Eisgrub (80. Jafari), Burkel (64. Rösch), Schwinn

Tore: 1:0 Lang (3.), 1:1 Schwinn (35.), 2:1 Ponader (76.)

Bes. Vorkommnis: Karnitzschky hält FE von Alli (64.)

Zuschauer: 105 | Schiedsrichter: Nikita Kolodeznyj (TSV Münnerstadt)

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Veröffentlichung

Sa, 11. Oktober 2025

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