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22.Spieltag LL: FC Vorwärts Röslau - TSC Neuendettelsau 0:1

GROSSER KAMPF WIRD NICHT BELOHNT


„Ich muss meiner stark ersatzgeschwächten Mannschaft ein großes Kompliment machen, wie sie sich in Unterzahl gewehrt hat.“ Trainer Rüdiger Fuhrmann war trotz der 0:1-Heimniederlaage gegen den TSC Neuendettelsau einerseits voll des Lobes, schäumte aber nach dem Schlusspfiff noch vor Wut über eine maßlos überzogene Rote Karte für Felix Schmidt in der zwölften Minute.

Im Kampf um den Ball mit Schmidt kam Gästespieler Moritz Ortner etwa 30 Meter vor dem Tor zu Fall. Zwei Meter daneben stand noch Innenverteidiger Tim Tröger, der jederzeit noch hätte eingreifen können. Doch der schwache Schiedsrichter wertete dies - nach kurzem Zögern - als Notbremse und stellte Schmidt vom Platz. Eine Fehlentscheidung, über die auch die zahlreich mitgereisten Neuendettelsauer Fans nur den Kopf schütteln konnten.

 

Musste Röslau wie schon am Ostersamstag in Unterreichenbach auf acht Stammkräfte – Benker, Krassa, Thoma, Winterling, Knoblauch, Achatz, Rupprecht und Ceylen - verzichten, war dieser Platzverweis ein weiterer Tiefschlag. „Was haben wir in dieser Saison bloß verbrochen“, war auch immer wieder von den Zuschauern zu hören.


Die Vorwärtself verteidigte von Beginn an mit Herzblut und versuchte immer wieder Nadelstiche zu setzen. Doch nach dem frühen Platzverweis war es ein anderes Spiel. Jetzt musste Lichtblau in die Innenverteidigung rücken und erledigte seine Aufgabe mit Bravour. Mit Tim Tröger stand damit nur noch ein etatmäßiger Abwehrspieler in der Viererkette. Die Gäste konnten aus der Überzahl allerdings kein Kapital schlagen und bissen sich immer wieder an der mit Leidenschaft kämpfenden Röslauer Mannschaft oder am überragenden Torhüter Luca Kurth fest.


Die erste richtig große Chance hatte Neuendettelsau erst nach dem Seitenwechsel – und was für eine. Gleich vier Mal scheiterten die Gäste innerhalb weniger Sekunden an Kurth oder am Pfosten (50.) Als sich Korbinian Lang in der 67. Minute auf der linken Seite durchsetzte und in Richtung Strafraum zog, wurde er kurz vor der Sechzehnmeter-Linie von Alexander Roth zu Fall gebracht. Auch hier sah der Schiedsrichter eine Notbremse und zückte sofort die Rote Karte. Ebenfalls eine krasse Fehlentscheidung.


Mit Zehn gegen Zehn suchte plötzlich die Vorwärts-Elf wieder ihr Heil in der Offensive und wurde dafür in der 75. Minute bestraft. Ein satter Schuss von Sven Krug schlug zum Tor des Tages im Röslauer Kasten ein. Den Platzherren fehlten an diesem Tag die Mittel, um die Mittelfranken nochmals richtig in Bedrängnis zu bringen. Dennoch: Ein Unentschieden hätten sich die Röslauer nach diesem aufopferungsvollen Kampf verdient gehabt.


FC Vorwärts Röslau: Kurth – Dadder, T. Tröger, Schmidt, Lassan, Ruckdäschel, Lichtblau, M. Tröger (83. Balakci), Ponader, Lang, Oliinyk

Tor: 0:1 Krug (75.)

Zuschauer: 125 | Schiedsrichter: Phillip Trenk (FC Teutonia Reichenbach)

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Veröffentlichung

Mo, 06. April 2026

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